Projekte

IN-PREP – An INtegrated next generation PREParedness programme for improving effective inter-organizational response capacity in complex environments of disasters and causes of crisis

 

Auftraggeber: EU (Horizont 2020 - Innovation Action (IA))

Grant agreement Nummer: 740627

Koordinator: ICCS (Institute for Communication and Computer  Systems)

Konsortium: 20 Partner aus 7 Ländern

Laufzeit: 36 Monate, Projektstart: September 2017

Budget: EU-Förderung ca. 8 Mio €, Gesamtkosten ca. 9,5 Mio. €

Ziel: Die Länder der EU sind in zunehmendem Maße mit einer Dimension von Krisen konfrontiert, die grenzübergreifend und transnational sowohl ihre kritischen Infrastrukturen als auch ihre Bürger bedrohen. Besonders länderübergreifende Krisen stellen eine komplexe Herausforderung für die EU da, für die sie trotz jüngster politischer Initiativen immer noch unzureichend vorbereitet ist.

IN-PREP wird sich mit drei der wichtigsten Herausforderungen im Zusammenhang mit länderübergreifenden Krisen befassen:

Entwicklung einer gemeinschaftlichen Notfall-Reaktionsplanung durch die EU-Mitgliedstaaten.

Austausch von relevanten Informationen in Echtzeit bzw. Entwicklung eines gemeinsamen Lagebildes der beteiligten Staaten aus unterschiedlichen Datenquellen in Krisensituationen.

Koordination des Einsatzes kritischer Ressourcen und Sicherstellung einer rechtzeitigen und effizienten Krisenreaktion.

Um die oben genannten Herausforderungen zu bewältigen, wird IN-PREP ein neues Krisenmanagement Gesamtsystem mit den folgenden Inhalten entwickelt: I. Handbook of Operations (das Erfolgsfaktoren im grenzüberschreitenden Krisenmanagement beschreibt); II – Mixed Reality Preparedness Platform (eine Plattform zur Vorbereitung auf länderübergreifende Krisen die sich an die verschiedenen, im Katastrophenschutz involvierten Gruppen (wie z.B. Feuerwehr, medizinischer Notdienst, Polizei, Bevölkerungsschutz, Kommandozentrale und Lagebeschreibung) richtet)

Das von IN-PREP entwickelte System verbessert nicht nur die einzelnen Phasen, wie Vorbereitung, Reaktionsplanung und Szenarioentwicklung, sondern wird auch in gemeinsamen Einsätzen angewendet werden, so dass es die Kooperationsfähigkeit im Krisenmanagement verbessert. Außerdem entwickelt IN-RPEP ein Trainingsprogramm, das auf verschiedenen Demonstrationen und Übungen zu unterschiedlichen Bedrohungen und Katastrophen basiert, auf die sich der Europäische Bevölkerungsschutz in Zukunft besser vorbereiten muss.

Aufgaben INT:

Identifizierung der Bedarfe der im Katastrophenschutz involvierten Gruppen (z.B. Feuerwehr, Polizei, medizinischer Notdienst)

Analyse rechtlicher, politischer, menschlicher und organisatorischer Kontextbedingungen

Federführende Entwicklung des Handbuchs zur Verbesserung des grenzüberschreitenden Krisenmanagements

Identifizierung von Erfolgsfaktoren im grenzüberschreitenden Krisenmanagement zur Evaluierung und Bewertung entsprechender Aktivitäten

Horizonte erweitern – Perspektiven ändern – Entwicklung von Strategien zur Förderung des Transfers wissenschaftlicher Forschungsergebnisse in agglomerationsferne Räume

Auftraggeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Koordinator: Fraunhofer Center for Responsible Research and Innovation CeRRI

Konsortium: 5 nationale Projektpartner (Fraunhofer Center for Responsible Research and Innovation, ISInova, Leibniz-Institut für Länderkunde, HU Berlin, Fraunhofer INT)

Laufzeit: 36  Monate, Start: März 2017

Ziel: Das Forschungsvorhaben »Horizonte erweitern– Perspektiven ändern« entwickelt Maßnahmen und Handlungsempfehlungen des Wissens- und Technologietransfers in agglomerationsfernen Räumen für die Förderung sozialer und technischer Innovationen. Diese Strategien bauen auf einem neuen Verständnis für agglomerationsferne Räume als Innovationsräume auf. Sie werden für und in Modellregionen entwickelt und durchgeführt. Dabei werden lokale AkteurInnen frühzeitig eingebunden, um eine bedarfsorientierte Strategieentwicklung zu gewährleisten.

Vorgehen: In dem Projekt wird die Kooperation zwischen Forschung, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und öffentlichem Sektor erfasst, um Konzepte für einen erfolgreichen Wissens- und Technologietransfer zu formulieren:

Was sind Innovationsprozesse und Praktiken des Wissenstransfers? (IfL)

Welche Herausforderungen und Erfolgskriterien bestehen für die Entwicklung ländlicher Räume? (ISInova)

Welche Rolle spielen genossenschaftlich organisierte Akteure im Kontext Wissenstransfer und Innovation? (HU Berlin)

Welche wünschenswerten Zukunftsbilder lassen sich aus den Bedarfen von AkteurInnen im agglomerationsfernen Räumen formulieren? (Fraunhofer CeRRI)

Was sind die relevanten Technologieentwicklungen für den Technologietransfer in agglomerationsfernen Räumen? (Fraunhofer INT)

Die daraus entstehende Analyse von Bedarfen, Bedingungen und Hindernissen für den Wissens- und Technologietransfer bilden die Grundlage für die Entwicklung von Maßnahmen, Strategien und Handlungsempfehlungen.  Die Ergebnisse werden mit AkteurInnen der Wissenschaftspolitik und –förderung diskutiert. Auf dieser Basis werden Maßnahmen des Technologietransfers sowie weiterführende Projektideen mit ausgewählten Fraunhofer Instituten entwickelt.

Aufgaben INT: Gemeinsam werden Fraunhofer CeRRI und das Fraunhofer INT wünschbare und realisierbare Zukunftsszenarien für ländliche Räume auf Basis von Bedarfen der Akteur/-innen vor Ort entwerfen. Soziale und technologische Innovationen werden in diesem Vorgehen gemeinsam betrachtet, Umsetzungsprojekte angestoßen und neue Maßnahmen und Strategien für den Technologietransfer in ländlichen Räumen abgeleitet.

Welche wünschenswerten Zukunftsbilder lassen sich für ländliche Räume formulieren? Und wie können auf dieser Grundlage neue Strategien und Maßnahmen für Innovationsprozesse in ländlichen Räumen abgeleitet werden?

Um diese Frage zu beantworten wurden mit Vordenker/innen werden mittels designbasierter Methoden Ideen zu drei übergeordneten Themenfeldern entwickelt. Im Resultat entstehen spekulative Zukunftsbilder, die unsere Vorstellungen von ländlichen Räumen im Jahr 2034+ verändern, überholte Klischees ablösen und neue Diskurse initiieren sollen. Technologieexperten/-innen des Fraunhofer INT entwickeln diese anschließend zu technologisch realisierbaren Zukunftsbildern weiter.

In drei ausgewählten Modellregionen werden Workshops durchgeführt, in denen diese Zukunftsbilder vor Ort mit bestehenden Bedarfen abgeglichen werden. Die lokalen Akteure/-innen bewegen sich in einem spielerischen und interaktiven Setting, das die den Akteur/-innen bekannte Umgebung mit einem der entwickelten Zukunftsbilder überblendet. Unterstützt durch designbasierte Methoden bringen sie ihre Perspektiven auf die Zukunft ihrer Region ebenso wie die damit verbundenen Ansprüche an Innovation und technologische Entwicklungen zum Ausdruck.

Anhand dieser artikulierten Bedarfe werden konkrete Maßnahmen für die Technologieentwicklung, den Wissenstransfer in agglomerationsfernen Räumen sowie die Umsetzung der gewünschten Zukunftsbilder abgeleitet. In einer offenen Diskussion mit Akteuren/-innen der Wissenschaftspolitik und -förderung soll diese Strategie in die Fraunhofer-Gesellschaft implementiert werden. Auf diese Weise finden bedarfsorientierte Zukunftsbilder Eingang in zukünftige Forschungs- und Transferprojekte.

Hauptaufgaben des INT: Das INT ist im Projekt maßgeblich für folgende Aufgaben/Arbeitspakete verantwortlich:

Technologische Justierung der Zukunftsbilder

Identifizierung relevanter Technologien und technologischen Entwicklungen mittels Technologievorausschau

Vorbereitung und spielebasierte Durchführung von Workshops in ländlichen Modellregionen

FIRE-IN (Fire and Rescue Innovation Network)

 

Auftraggeber: EU (Horizont 2020

Grant agreement Nummer: 740575

Koordinator: SAFE (Pôle de compétitivité SAFE CLUSTER)

Konsortium: 16 Partner aus 8 Ländern

Laufzeit: 60 Monate, Projektstart: April 2017

Budget: EU-Förderung ca. 3,5 Mio €

Ziel: Häufigkeit und Ausmaß von Naturgefahren nehmen weltweit zu, gleichzeitig existiert ein hohes gesellschaftliches Bedürfnis nach Sicherheit. Parallel dazu steigen die Anforderungen an die Gewährleistung der Gesundheit und Sicherheit von Einsatzkräften. Aus diesem Zusammenspiel ergeben sich neue Herausforderungen sowohl für Feuerwehr- und Rettungsdienste, als auch für Forschung, Innovation und Standardisierung. Das Gesamtziel des FIRE-IN Projekts ist daher die Erhöhung der Sicherheit der EU-Bürger durch die Verbesserung der Fähigkeiten von Feuerwehr- und Rettungsdiensten im Umgang mit natürlichen und von Menschen verursachten Gefahren.

Die Projektarbeit ist in drei Phasen organisiert:

I. Die Identifizierung von aktuellen und zukünftigen Fähigkeitslücken der Feuerwehr- und Rettungskräfte. Diese Lücken werden als Herausforderungen formuliert, die durch Forschung und Industrie adressiert werden sollen.

II. Laufende und geplante Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden von den Projektpartnern kontinuierlich im Hinblick auf die mögliche Schließung der identifizierten Fähigkeitslücken überprüft.

III. Das Projekt etabliert interaktive Kooperationen zwischen Endanwendern und Forschung bzw. Industrie und schlägt den nationalen und europäischen Mittelgebern in der Sicherheitsforschung neue Themen(-bereiche) vor. Darüber hinaus werden Empfehlungen für die European Strategic Research and Standardisation Agenda on Security ausgesprochen.

Alle drei Phasen werden entlang von fünf thematischen Arbeitsgruppen (Thematic Working Groups, TWGs) organisiert, in die sich die Aktivitäten der Feuerwehr- und Rettungsdienste gliedern lassen:

 

Aufgaben INT:

Entwicklung des FIRE-IN Rahmenkonzeptes zur Organisation von Taxonomie, Methode und Abläufen in den nachfolgenden Arbeitsschritten sowie den thematischen Arbeitsgruppen (TWGs), die die bestehenden und zukünftigen Fähigkeitslücken identifizieren

Organisation der systematischen Identifikation von verfügbaren Produkten (Lösungen) sowie vielversprechender Forschungs-, Entwicklungs-, und Standardisierungsvorhaben, die die Fähigkeitslücken adressieren. Dabei stehen zwei Arbeitsschritte im Fokus:

Entwicklung eines Screening-Prozesses

Implementierung dieses Prozesses durch das Konsortium und mithilfe assoziierter Experten

SONNETS – Societal needs analysis and emerging technologies in the public sector

 

Auftraggeber: EU – unter dem 8. Forschungsrahmenprogramm – Horizont 2020

Koordinator: ATOS, Spanien

Konsortium: 4 Partner aus 4 verschiedenen Ländern

Laufzeit: 18 Monate, Projektstart: März 2016

Budget: EU-Förderung 498 T. €, Anteil INT 153 T. €

Ziel: SONNETS verfolgt das Ziel den öffentlichen Sektor zu transformieren und ihn als Vorreiter im Bereich neue Technologien zu präsentieren. Dazu sollen auf der einen Seite der gesellschaftliche Bedarf sowie der Bedarf des öffentlichen Sektors identifiziert werden und auf der anderen Seite sollen gerade aufkommende Informations- und Kommunikationstechnologien zusammengestellt werden. Eine gegenüberstellende Analyse von Bedarf und möglichen Technologien soll dann in die Entwicklung einer Forschungsagenda und in gezielten Empfehlungen an die Europäische Kommission münden.

Aufgaben INT: Das INT leitet das Arbeitspacket WP4 „Roadmap for emerging research directions“ und leistet außerdem Beiträge zu den Arbeitspacketen WP2 „Societal and Public Sector Needs“ und WP3 „Identification of Emerging Technologies and Innovation Identification Framework“

SmartResilience – Smart Resilience Indicators for Smart Critical Infrastructures

 

Auftraggeber: EU – unter dem 8. Forschungsrahmenprogramm – Horizont 2020

Koordinator: European Virtual Institute for Integrated Risk Management (EU-VRi)

Konsortium: 20 Partner aus 12 Ländern

Laufzeit: 36 Monate, Projektstart: Mai 2016

Budget: EU-Förderung ca. 5 Mio €, Anteil Fraunhofer INT ca. 307.000 €

Ziel: Um der Komplexität von stark integrierten Systemen, und der Unsicherheiten bzgl. zukünftiger Gefahren gerecht zu werden, bedarf es eines Resilienz-Managements, das über das herkömmliche Risikomanagement hinaus geht. In modernen Gesellschaften sind es insbesondere die Kritischen Infrastrukturen (Energienetze, Verkehrswesen, Wasserversorgung, etc.), die die Resilienz der Gesellschaft bestimmen.

SmartResilience zielt auf eine indikatorenbasierte, innovative und holistische Methode eines Resilienzassessments. 

Spezifische Ziele von SmartResilience sind: 

Identifizierung von bereits existierenden Indikatoren, die sich für ein Resilienzassessment von „smarten“ Kritischen Infrastrukturen eignen

Identifizierung neuer, „smarter“ Indikatoren – inklusive solcher, die auf Big Data beruhen

Entwicklung einer fortschrittlichen Assessmentmethode und geeigneter Instrumente

Testen und Validieren der Methode/ Instrumente in 8 Fallstudien, die in einer virtuellen Smart-City-ähnlichen europäischen Fallstudie integriert werden. Dabei werden Energie-, Verkehrs-, Gesundheits- und Wasserversorgungsinfrastrukturen in SmartCities abgedeckt, und Kaskadeneffekten berücksichtigt.

Aufgaben INT: Die Aufgaben des INT beinhalten:

Analyse existierender Ansätze zur Messung von Resilienz Kritischer Infrastrukturen

Analyse rechtlicher, politischer und organisatorischer Kontextbedingungen

Leitung des Arbeitspakets zu Herausforderungen und Abhängigkeiten von “smarten” Kritischen Infrastrukturen

Analyse von Resilienz und möglichen Schutzmaßnahmen gegenüber Gefahren durch Hochleistungsmikrowellen (HPM). Diese Analyse wird im INT-Geschäftsfeld „Elektromagnetische Effekte und Bedrohungen“ durchgeführt.

ResiStand – Increasing disaster Resilience through Standardisation

 

Auftraggeber: EU – unter dem 8. Forschungsrahmenprogramm – Horizont 2020

Koordinator: Geowise Oy, Finnland

Konsortium: 14 Partner aus 8 Ländern

Laufzeit: 24 Monate, Projektstart: Mai 2016

Budget: EU-Förderung ca. 2 Mio. €, Anteil Fraunhofer INT ca. 225.000 €

Ziel: Ziel von ResiStand ist es, neue Möglichkeiten der Standardisierung zu identifizieren, um das Krisenmanagement und die Resilienz gegenüber Natur- und menschlich verursachten Gefahren in der EU und deren Mitgliedstaaten zu stärken. Dafür wird eine entsprechende Roadmap entwickelt, und ein Prozess zur Unterstützung von relevanten Akteuren bei der Entwicklung von Standards erarbeitet.

Aufgaben INT: FhG-INT ist Leiter des Arbeitspakets zur Identifizierung von Standardisierungsbedarfen, und unterstützt weitere Inhalte des Projekts, u.a. mit Hilfe von Erfahrungswissen aus der Implementierung und Durchführung des „Programming Mandate M/487 to Establish Security Standards, Phase 2“.

CARONTE – Creating an Agenda for Research on Transportation Security (erfolgreich abgeschlossen)

 

Auftraggeber: EU – unter dem 7. Forschungsrahmenprogramm

Koordinator: Fraunhofer IML

Konsortium: 11 Partner

Laufzeit: 18 Monate, Projektstart September 2014

Budget: 1,3 Mio. € EU-Förderung, Anteil Fraunhofer INT 57.000 €

Ziel: CARONTE hat im März 2016 seine Empfehlungen für weitere Forschungsaktivitäten im Bereich der Transportsicherheit präsentiert. Ziel dieser Forschungsagenda ist es, Maßnahmen und Kompetenzen aufzubauen, um europaweit effizient Sicherheit im Landverkehr zu ermöglichen. Dabei war es den Projektpartnern wichtig den unkomplizierten und kostengünstigen Landtransport zusammen mit den Sicherheitsanforderungen zu gewährleisten. Überregulierung oder Übertechnisierung sollten vermieden und dennoch ein hohes Maß an Sicherheit gewährleistet werden.

Aufgaben INT: Das Fraunhofer INT hatte die Leitung des WP6 „Elaboration of a Research Agenda – Erarbeitung der Forschungsagenda“.

STOA – Science & Technology Options Assessment in Safety & Security für das EU-Parlament (erfolgreich abgeschlossen)

 

Auftraggeber: Europäisches Parlament

Koordinator: Fraunhofer INT

Konsortium: 6 Fraunhofer-Institute

Laufzeit: 12 Monate (maximal verlängerbar auf vier Jahre); Projektstart: April 2014

Budget: max. 300.000 €

Ziel: Bereitstellung naturwissenschaftlich-technischen Fachwissens im Bereich „Sicherheit und Sicherheitstechnologien“

Aufgabe INT: Projektkoordination sowie Bereitstellung von Fachwissen der Abteilungen TASP und NE 

ACRIMAS – Aftermath Crisis Management System-of-systems Demonstration Phase I (erfolgreich abgeschlossen)

 

Auftraggeber: EU – unter dem 7. Forschungsrahmenprogramm

Koordination: Fraunhofer INT

Konsortium: 15 Projektpartner aus 10 Ländern

Laufzeit: 15 Monate, Projektstart: April 2011

Budget: 1,1 Mio. € EU-Förderung und Gesamtvolumen, Anteil Fraunhofer INT ~ 210.000

Projekt-Art: Demonstrations-Projekt, Phase I

Ziel: Ausgeschrieben wurde diese Demonstrationsaktivität durch die EU, um neue Ansätze für besser koordinierte europäische Krisenmanagement-Fähigkeiten zu entwickeln. Ziel des Projektes ACRIMAS war dabei die Vorbereitung und Bekanntmachung der Phase II, der eigentlichen Krisenmanagement-Demonstrationsaktivität. Dazu wurde eine Technology-Roadmap sowie ein Demonstrationskonzept entwickelt, welches nun im Projekt DRIVER seine Anwendung findet.

Aufgaben des INT: Das INT hatte die Leitung des Projektes und des Dissemination-Arbeitspakets inne. Darüber hinaus wurden Beiträge zur Analyse der politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen, der Fähigkeitslückenanalyse, dem Stand der aktuellen Forschung sowie der Roadmap und dem Demonstrationskonzept geleistet.

ETCETERA – Evaluation of critical and emerging technologies for the elaboration of a security research agenda (erfolgreich abgeschlossen)

 

Auftraggeber: EU – unter dem 7. Forschungsrahmenprogramm

Koordinator: Fraunhofer INT

Konsortium: 14 Partner

Budget: 2 Mio. € (Gesamtsumme), 1,5 Mio. € (Fördervolumen), ~ 442.000 (Gesamtsumme INT), ~371.000 € (Fördersumme, INT)

Laufzeit: 25 Monate, Projektstart: Oktober 2011

Ziel: Beurteilung kritischer und neuer Technologien zur Erstellung eines Sicherheitsforschungsplans; Anforderungen dieses Themas sind:

1. Technologien zu identifizieren, die für Sicherheitszwecke notwendig sind, insbesondere solche, bei denen die europäische Industrie von anderen Weltregionen abhängig ist. Darüber hinaus sind alternative technische Lösungen zu suchen, die es erlauben, in Europa hergestellte Sicherheitsprodukte weltweit zu verwenden und zu verkaufen.

2. Der Zweck der Studie ist es, auch Themen innerhalb der »Emerging Technologies « (10 bis 20 Jahre Zeithorizont) zu identifizieren, die sich als hochspekulative Forschungsfelder eignen. Die Studie sollte folgende Elemente beinhalten: 

  • Detaillierte Analysen verschiedener Gebiete der »Emerging Technologies«

  • Identifikation relevanter Verbindungen zur zivilen Sicherheitsforschung

  • Entwurf von Empfehlungen für zukünftige Forschungsprioritäten

Aufgaben INT: Weiterentwicklung der WBAT zur “Weighted-Bit Assessment Table for Critical Dependencies (WBAT-CD)”; “Scanning for Emerging Technologies “und “In-depth Analyses of Emerging Technologies”; Empfehlungen für eine “Emerging Security Technology Research Agenda (ESTRA)”

INNOSEC – Innovation management models for security organizations (erfolgreich abgeschlossen)

 

Auftraggeber: EU

Koordinator: TECNALIA, Spanien

Konsortium: 11 Partner aus 7 Ländern

Laufzeit: 24 Monate, Projektstart Februar 2012

Budget: ~1.65 Mio.€, Anteil Fraunhofer INT: ~154.000€

Ziel: Das InnoSec-Projekt wird einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung und Unterstützung von effektiven und effizienten Innovationsmanagementsystemen für Sicherheitsorganisationen in Europa leisten. InnoSec wird ein einzigartiges modulares Modell zusammen mit einer Roadmap für die Implementierung und Verbesserung des Innovationsmanagements in öffentlichen und privaten Sicherheitsnutzern erstellen, neue Methoden entwickeln und auf Best Practices in der Branche und in anderen Sektoren aufbauen, die durch das Endnutzer inner- und außerhalb des Projektteams überprüft werden. Das Modell ist einzigartig, weil es kein ähnliches Modell gibt, das speziell Sicherheitsorganisationen gewidmet ist. Es umfasst die vier Phasen der Innovation: Monitoring, Evaluation, Anpassung und Feedback. Der Ansatz ist modular, um die Übernahme zu erleichtern und damit die interne Fähigkeit einer Organisation, sich zu verändern. Übliche Werkzeuge wie Technologie-Watch, Road Mapping und Prognose, werden an den Security-Sektor-Kontext angepasst. Die Roadmap wird verschiedene Bausteine vorschlagen, die Innovationsmodule und komplementäre Teile beinhalten, die sich mit Personal-zentrierten und strategischen Aspekten auch mit Blick auf die Organisationskultur beschäftigen und Schulungsunterlagen umfassen werden. Jede Phase der Forschung, einschließlich der endgültigen Ergebnisse, steht im Einklang mit den Meinungen der renommierten Experten und Endverbraucher aus verschiedenen Bereichen der zivilen Sicherheit, unter Berücksichtigung weiterer Einflussgrößen, wie öffentlich-private Aspekte, regionale Besonderheiten, Unternehmensforschung oder Gleichstellung der Geschlechter.

Aufgabe INT: Koordination und Durchführung der Interviews bei Sicherheitsorganisation sowie deren Dokumentation und Auswertung (WP1.3); Test des InnoSec-Modells sowie Integration der Änderungen in das finale Modell (WP4)

Ergebnisse (mit Beteiligung INT):

D1.2: Empirical study of innovation management practices of users in the security sector

D4.1: Validation of the proposed modular innovation model in user partners

D4.3: A refined version of modular innovation model - the INNOSEC model

ETTIS – European Security Trends & Threats in Society (erfolgreich abgeschlossen)

 

Auftraggeber: EU – under the 7th Framework Programme

Koordinator: PRIO, Norwegen

Konsortium: 10 Partner aus 10 Ländern

Laufzeit: 3 Jahre, Projektstart: Januar 2012

Budget: 2,3 Mio. EU-Förderung, Anteil Fraunhofer (INT und ISI) 400.000 €

Ziel: Das Ziel des ETTIS Projekts ist durch die Anwendung eines Szenario-Ansatzes zukünftige Bedrohungen und den zukünftigen Bedarf an Sicherheitslösungen für eine gesellschaftliche Sicherheit („Societal Security“, d.h. ein Sicherheitsansatz, der alle Dimensionen einer demokratischen Gesellschaft einbezieht) zu identifizieren, verstehen und abzuschätzen;

die Entwicklung und das Testen eines methodologischen Ansatzes für einen iterativen Prozess der Identifikation von Prioritäten in der Sicherheitsforschung, der die gesellschaftliche Dimension der Sicherheitsforschung mit einbezieht;

das Ableiten von Grundprinzipien für zukünftige Verfahrensweisen in der Sicherheitsforschung sowie von Forschungsprioritäten, die sich am Bedarf der Endnutzer orientieren.

Aufgaben INT: Analyse der Ergebnisse der bisherigen Sicherheitsforschungsprojekte, hinsichtlich zukünftiger Bedrohungen, dem Bedarf der Gesellschaft und möglichen Sicherheitslösungen; Durchführungen und Analysieren von Interviews mit Experten im Bereich Nuklearmaterial, Cyber und Umweltschutz über zukünftige Bedrohungen, den Bedarf der Gesellschaft und mögliche Sicherheitslösungen

SOURCE – Virtual Centre of Excellence for Research Support & Coordination on Societal Security

 

Auftraggeber: EU – under the 7th Framework Programme

Koordinator: PRIO, Norwegen

Konsortium: 12 Partner aus 10 Ländern

Laufzeit: 5 Jahre, Projektstart Januar 2014

Budget: 5 Mio. € EU-Förderung, Anteil Fraunhofer INT 280.000 €

Ziel: Das Hauptziel des Projektes ist die Gründung eines virtuellen pan-europäischen „Networks of Excellence“ im Bereich gesellschaftliche Sicherheit. Durch ein umfassendes Set abgestimmter Aktivitäten wird das Zentrum Experten und Akteure aus allen Ebenen der Sicherheitskette (Wissenschaft, Industrie, Politik, Zivilgesellschaft, Endnutzer und Bürger) zusammenführen, um die Verknüpfung zwischen Sicherheit und der Gesellschaft zu analysieren und zu verstehen. Mittels diverser Netzwerkaktivitäten, Meetings, wissenschaftlicher und allgemeiner Veröffentlichungen (Film, Presse und Social Media), einem wissenschaftlichen Journal und der Gründung einer internationalen Vereinigung für Untersuchungen und Verbesserungen der gesellschaftlichen Sicherheit, will SOURCE folgende Ziele erreichen:

Steigerung des Bewusstseins der Politiker und Endnutzer bzgl. Themen der gesellschaftlichen Sicherheit

Steigerung der Wettbewerbsstärke der Sicherheitsindustrie durch Schließen von Sicherheitslücken

Verbesserung des Wohlbefindens und der Sicherheit der europäischen Bürger.

Aufgaben INT: Im Bereich Network-Building: Analyse des Austauschs zwischen verschiedenen Gesellschaftsgruppen zur gesellschaftlichen Sicherheit, Empfehlungen zur Verbesserung; darüber hinaus Dokumentation relevanter technologischer Trends.

Szenario-Spiele als Methode um Kommunikationsstrukturen zu verbessern

Im Rahmen des Projekts Source finden Untersuchungen statt, um die Kommunikation und das Informationsmanagement zwischen verschiedenen Akteursgruppen im Bereich der gesellschaftlichen Sicherheit näher zu analysieren und so Handlungsempfehlungen abzuleiten, um sie nachhaltig zu verbessern.

In einem dieser Workshops wurden zwei unterschiedliche Szenario-Spiele als Methode getestet, um nähere Erkenntnisse über die Kommunikationsstrukturen zu erhalten. Nähere Beschreibungen und Eindrücke finden Sie in diesem Video:

 

EvoCS – The evolving concept of security (erfolgreich abgeschlossen)

 

Auftraggeber: EU – under the 7th Framework Programme

Koordination: Fraunhofer INT

Konsortium: 9 Partner aus 7 Ländern

Budget: 1 Mio. € Gesammtsumme, 888 000 € (EU Fördervolumen), Fördersummenanteil Fraunhofer INT 220 000 €, Gesamtsumme INT  279 000 €

Laufzeit: 18 Monate, Projektstart: Juni 2014

Ziel: Wie sehen die nationalen Sicherheitskonzepte Frankreichs, Polens oder Serbiens aus? Und wie verhalten sich diese Sicherheitskonzepte auf regionaler und europäischer Ebene zueinander? Fragen wie diese wurden im EU-Projekt „The Evolving Concept of Security (EvoCS) – A critical evaluation across four dimensions“ beantwortet werden. Unter „Sicherheitskonzept“ wird in diesem Projekt das Zusammenspiel von fünf Dimensionen, wie zum Beispiel die Relevanz bestimmter Grundwerte (z. B. soziale Sicherheit und körperliche Unversehrtheit) oder die prominenten Akteure im Sicherheitsbereich (z. B. die Regierung, Medien oder der Privatsektor) innerhalb einer Nation verstanden (die anderen drei Dimensionen sind Politikebenen, Ethische Aspekte und Bedrohungen).

Die Ergebnisse wurden sowohl politischen Entscheidungsträgern in Europa als auch Sicherheitsanwendern zur Verfügung gestellt werden, um beispielsweise die Arbeit an zukünftigen europäischen Sicherheitsstrategien zu unterstützen, z.B. indem die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der verschiedenen nationalen und regionalen Sicherheitskonzepte miteinander verglichen werden. Außerdem soll das in EvoCS generierte Wissen in neue Projekte im Rahmen von Horizont 2020 einfließen.

Aufgaben INT: Koordination des Projektes insgesamt sowie Anfertigung der Fallstudie für die Region südöstliches Europa.

D-Box – Demining toolbox for humanitarian clearing of large scale areas from anti-personal landmines and cluster munitions (erfolgreich abgeschlossen)

 

 

Auftraggeber: EU – unter dem 7. Forschungsrahmenprogramm

Koordination: Astrium S.A.S., Frankreich

Konsortium: 20 Partner aus 10 Ländern

Laufzeit: 36 Monate, Projektstart: Januar 2013

Budget: 9,9 Mio. € (Gesamtsumme), 6,9 Mio. (Fördervolumen), ~ 115.000 € (Gesamtsumme INT)

Ziele: Innerhalb des Projektes wurde eine innovative Lösung entwickelt, die in Form einer „Toolbox“ den Minensuchern die bestmöglichen Instrumente, Methoden und Prozeduren bietet. Diese intelligente Toolbox kann während des gesamten Minenräumungsprozesses angewendet werden - von der Vorbereitung der Mission bis zur Eliminierung der Minen sowie der Kommunikation mit der breiten Öffentlichkeit und den Spendern. Die Toolbox ist preiswert, einfach in der Handhabung und angepasst an verschiedene Szenarien und Umweltbedingungen. Innerhalb des Projektes wurden Technologien und Methoden für die folgenden Bereiche weiterentwickelt werden:

Mapping

Fernbereichsdetektion

Nahbereichsdetektion

Neutralisierung von Minen in einem zivilen Kontext

Entwicklung von Schutzausrüstung für die Endnutzer und die Bevölkerung und

Vermittlung von Wissen zu den Risiken von Landminen und bestehenden Sicherheitsregeln

Dabei wird die Toolbox im Wesentlichen aus einem Informationsmanagementsystem (IMS) bestehen, welches sich in die IMAS-Regelungen zum Humanitarian Demining einfügt.

Aufgaben INT: Fraunhofer INT hat den Task „Survey of practices and existing tools – Übersicht über Praktiken und bereits existierende Tools“ geleitet und einen Bericht über „General ethical and legal aspects of the use of Genetically Modified Organisms – Allgemeine ethische und gesetzliche Aspekte der Verwendung von genmanipulierten Organismen“ zur Detektion von Landminen geschrieben.