Presseinformation

Fraunhofer INT ist Gastgeber der ersten Zukunftslagekonferenz Forschung und Technologie des BMVg

Vom 27. bis zum 28.2.2018 fand am Fraunhofer INT die erste Forschungs- und Technologie (F&T) Zukunftslagekonferenz des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) statt. 66 Teilnehmer aus dem Ministerium, der Bundeswehr und verschiedenen Forschungseinrichtungen diskutierten über die Relevanz neuer und zukünftiger Technologien für die Bundeswehr. Durchgeführt wurde die Konferenz vom Fraunhofer INT im Auftrag des Forschungsdirektors im BMVg, Ministerialdirigent Ralf Schnurr, der die Konferenz auch eröffnete und leitete.

Eine Bewertung der Zukunft aus technologischer Sicht wird im Umfeld des BMVg von mehreren Stellen vorgenommen. Mit der Durchführung der F&T Zukunftslagekonferenz wurde eine Plattform für das Zusammenführen und den Austausch aller mit F&T-Vorausschau befassten Akteure in der Bundeswehr geschaffen. Dazu zählen unter anderem Vertreter des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw), des Planungsamtes der Bundeswehr, des ISL, des DLR, der Fraunhofer Institute des VVS, der Universitäten der Bundeswehr und der wehrtechnischen Ressortforschungseinrichtungen. Das INT-Geschäftsfeld Wehrtechnische Zukunftsanalyse (WZA) war im vergangenen Jahr vom BMVg, Abteilung Ausrüstung, beauftragt worden, ein Konzept für einen Koordinationsprozess für die F&T Vorausschau zu erarbeiten, um ein breitest mögliches Auffassen von potenziell für die Bundeswehr relevanten technologiebezogenen Zukunftsthemen zu ermöglichen.

Für die Aufgabenstellung der Konferenz war die Betrachtung sowohl von militärisch als auch zivil getriebenen Technologien relevant, was die Erstellung eines Lagebildes für F&T Zukunftsthemen aufwändig und komplex werden ließ. Entsprechend wichtig war ein breites Teilnehmer- und Themenfeld. Im Vorfeld wurde eine große Zahl an Technologie-Themen identifiziert, darunter beispielsweise Blockchain, Quantentechnologien für hochauflösende Magnetometrie oder der Schutz von Weltrauminfrastrukturen.

Die Konferenz  stellt einen wichtigen Baustein für die strategische Ausrichtung der wehrtechnischen Forschung und Technologie dar. Sie ist bewusst nicht auf das Treffen von Entscheidungen ausgelegt, sondern auf die Entwicklung eines gemeinsamen Lagebildes. Dementsprechend fiel auch das Fazit von Ralf Schnurr aus: „Wir haben hier eine äußerst gelungene Konferenz erlebt, die uns im Ergebnis erwartungsgemäß noch kein lückenloses Zukunftslagebild geliefert hat, aber dafür gesorgt hat, dass wir Zukunftsthemen in der F&T Community im Visier haben.“

Die Basis dafür bietet das Fraunhofer INT mit seiner wissenschaftlich fundierten Analyse- und Bewertungsfähigkeit über das gesamte Spektrum technologischer Entwicklungen. Vertieft wird dieser Überblick durch eigene Fachanalysen und -prognosen auf ausgewählten Technologiegebieten.