Fraunhofer INT ist erneut Gastgeber der Zukunftslagekonferenz Forschung und Technologie des BMVg

19.3.2019

Euskirchen – Bereits das zweite Jahr in Folge fand am Fraunhofer INT vom 19. bis zum 20.2.2019 die Forschungs- und Technologie- (F&T-) Zukunftslagekonferenz des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) statt. 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Ministerium, der Bundeswehr und verschiedenen Forschungseinrichtungen diskutierten über die Relevanz langfristiger technologischer Zukunftsthemen für die Bundeswehr. Nach der gelungenen Auftaktveranstaltung im vergangenen Jahr hatte Ministerialdirigent Ralf Schnurr, Forschungsdirektor im BMVg, das Fraunhofer INT erneut mit der Durchführung der Konferenz beauftragt.

Die F&T-Zukunftslagekonferenz vereint alle Akteure innerhalb und im unmittelbaren Umfeld der Bundeswehr sowie des BMVg, die sich mit der Identifikation und der Bewertung von zukünftigen Technologien beschäftigen. Dazu zählen unter anderem das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr, das Planungsamt der Bundeswehr, die wehrtechnischen und wehrmedizinischen Ressortforschungseinrichtungen des BMVg, die Universitäten der Bundeswehr, Institute des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, der Fraunhofer-Verbund für Verteidigungs- und Sicherheitsforschung sowie das Deutsch-Französische Forschungsinstitut Saint-Louis. Die Konferenz bietet diesen Akteuren die Plattform, um sich übergreifend über technologiegetriebene Zukunftsthemen mit potenzieller Relevanz für die Bundeswehr auszutauschen und zu vernetzen.

Forschungsdirektor BMVg Ralf Schnurr übernahm erneut die Eröffnung und Moderation der Konferenz. Wie im vergangenen Jahr fiel sein abschließendes Fazit positiv aus: „Wir haben erneut eine äußerst gelungene Konferenz erlebt, bei der wir auf dem erarbeiteten Konzept aus dem Vorjahr aufbauen konnten. Sowohl der organisatorische Rahmen wie auch die fachlich-inhaltliche Ausgestaltung der Konferenz sind gut geeignet, ein übergreifendes technologisches Zukunftslagebild zu gewinnen. Ich freue mich auf die Fortführung dieser Veranstaltung.“

Konzipiert und koordiniert wurde die Veranstaltung vom Geschäftsfeld „Wehrtechnische Zukunftsanalyse“ (WZA) des Fraunhofer INT im Auftrag des BMVg, mit dem Ziel ein möglichst umfassendes Bild von potenziell für die Bundeswehr relevanten technologiebezogenen Zukunftsthemen im Jahr 2019 zu erarbeiten. Dabei war sowohl die Betrachtung von militärischen als auch von zivilen Technologien wichtig. Im Vorfeld der Konferenz waren von den beteiligten Institutionen ca. 90 technologiegetriebene Einzel- bzw. übergreifende Themen identifiziert, bewertet und eingebracht worden, darunter beispielsweise verschiedenste Quantentechnologien, Schutztechnologien, Aspekte unbemannter Systeme, der Künstlichen Intelligenz und smarte Textilien.

Das gastgebende Fraunhofer INT bietet wissenschaftlich fundierte Analyse- und Bewertungsfähigkeit über das gesamte Spektrum technologischer Entwicklungen. Vertieft wird dieser Überblick durch eigene Analysen auf ausgewählten Technologiegebieten sowie durch eigene theoretische und experimentelle Arbeiten auf dem Gebiet elektromagnetischer und nuklearer Effekte.